Vergangene begeisternde Filme

Into the Wild

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Wie der Mensch zum Glück findet, ist eine oft gestellte Frage. Wann kann er auf seinem Sterbebett sagen: „Ich bereue nichts!“? Den eigenen Weg zu gehen, ist das Credo unserer Kultur; ausprobieren, scheitern, überwinden und obsiegen.
Und das scheint uns das natürlichste der Welt. Auch in der Natur finden wir erbarmungslose Schönheit und reiche Ödnis. Sich aufmachen, das Unbekannte zu erleben, für sich selbst zu sorgen – LEBEN! Kaum etwas scheint in so vielen Köpfen tief verankert, als das tiefe Verlangen aufzubrechen und sich allein in der Natur zu behaupten.
Kaum ein Film trägt genau dieses Gefühl in sich und überträgt es so großartig auf seine Zuschauer; der Aufbruch ins Glück.

Dein Name

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Ich wache auf, sehe mich um – habe komisches Zeug geträumt. Jetzt erstmal die Augen reiben und mich kurz strecken. Die Sonne scheint schon und alles wirkt etwas hell. Irgendetwas hat sich doch verändert; ein ganz anderes Zimmer, blitzt es durch meine verschlafenen Augen. Was stimmt hier nicht? – ich schaue mich langsam um. Wo bin ich? Was ist denn los? Und. Was, krass, jetzt sehe ich es, fühle es. Meine Haut ist anders, meine Arme, Beine – mein ganzer Körper; nicht mein Körper!
- Und es steckt noch so viel mehr in dem Film!

Loving Vincent

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Auch diese Woche haben wir wieder einen Film, der die Grenzen der Leinwand austestet und ein wahrhaftes Kunstwerk - oder eher 65.000 davon - erschafft. Herzblut steckt hier nicht nur in der Machart der Filme, sondern auch im behandelten Künstler selbst.
Vielleicht hast du schon von dem verrückten Maler gehört, der sich das Ohr abschnitt und einer Hure schenkte. Das Erschreckende dabei ist vielleicht sogar weniger die Tat selbst, sondern die Gründe für dieselbe. Was treibt einen Menschen dazu, so etwas zu tun?
Eine solche Sache geschieht doch auch immer in (guter) Gesellschaft…

Der Sinn des Lebens

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An dieser Frage versuchen sich nicht wenige – wenn nicht die allermeisten Filme. Doch fast niemand wagt es dieses Rätsel direkt, ohne Umschweife anzugehen und eine definitive Antwort zu liefern.
Mit Humor, Charme und ganz viel Fantasie schaffen es diese Künstler, die wahrscheinlich zentralste Frage des Lebens aufzugreifen. Die einzigartige Nutzung des Genres „Film“ präsentiert Antworten, die sich in keinem anderen Meisterstück derartig darstellen (können) und genau dieses Spiel mit dem Medium selbst, liefert doch schlussendlich eine Antwort auf den Sinn des Lebens.

Annihilation

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Fesselnd, aufreibend und zugleich wunderschön.
Dieser Film der Woche schafft es nicht nur mit seinen wahrhaft malerischen Eindrücken blanker Mutation zu überzeugen. Gepaart mit ungebändigter Spannung, von der Absurdität natürlicher Prozesse ununterbrochen flankiert, bekommen wir eine Geschichte des Unbenannten.
Wir folgen den Spuren authentischer und schwer beladener Forscherinnen mit ihren eigenen, ganz individuellen Geschichten. Vereint und entzweit durch ihre Varietät;
Natur kann so erbarmungslos sein.

The Big Lebowski

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Dieser Film der Woche schafft weit mehr als nur einen Charakter – er schafft eine LEGENDE.
Die Rede ist von einem Typen, der immer cool bleibt, der weiß wie der Hase läuft und mit der Welt im Reinen ist; kurzum: dem Dude. Eigentlich sollte ihn nichts aus der Fassung, seinem ganzen Dasein, bringen. Doch jeder Mensch hat seine Schmerzgrenze, so auch der Dude.
Ist unser Leben überhaupt sinnvoll oder wie kann es sinnvoll werden? Brauchen wir die Künste, Erfolg und Reichtum? Oder ist das Ende der Suche doch einfach nur ein WhiteRussian und ein paar geworfene Bowlingkugeln?

Das Grand Budapest Hotel

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Wo fühlt man sich wohl? Wie muss das eigene Heim gestaltet sein, damit man daheim ist? Egal wie deine Antwort jetzt ausfällt – das Grand Budapest entspricht bestimmt nicht dieser Vorstellung. Penibel, akkurat und lieblich-kitschig führt Monsieur Gustav das Etablissement, wobei auf jedes kleinste Detail zu achten ist.
Genau so stellt sich der Film selbst dar. Alles wirkt inszeniert und porträtiert zugleich dennoch die Charaktere in all ihrer Imperfektion und Unvollkommenheit. Schlussendlich sollte doch noch ein Fünkchen Zivilisation in dem barbarischen Schlachthaus zu finden sein, das man früher Menschheit nannte.

Arrival

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Dem heutigen Film will ich kein Thema oder Einführung in die Handlung vorwegnehmen. Nach meiner Meinung kann man diesen Film nicht ausmachen sobald man ihn mal angefangen hat und in seinen Bann gezogen wurde. Wie eine Nebelwand treffen die ersten Minuten die eigene Wahrnehmung und lassen einen nicht mehr los, bis die Credits schließlich über die Leinwand schleichen.
Zurückgelassen wurde ich mit einem völlig unbekannten Gefühl, irgendwo zwischen nagender Ungläubigkeit und tiefem Verständnis. Science-Fiction kann so viel mehr als plumpes Aliengeballer!

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

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Es gibt sie – Helden der bewegten Bilder. Ob sie als schwarze Ritter oder fliegende Stahlwucht auftreten ist erstmal egal; was sie vereint ist ihre unübersehbare Größe und nicht minder ihre verehrungswürdigen Taten. Willensstärke, Entschlossenheit, Zielstrebigkeit und Selbstvertrauen gehören zu ihren Kernfähigkeiten.
Hier treffen wir einen Helden, der irgendwie nicht in dieses, zumeist testosterongetränkte, Schema hineinpasst. Er überrascht uns mit Feinfühligkeit und der Liebe zu kleinen und wahrlich schutzlosen Dingen, die meist im Alltag übersehen werden.
Es wartet eine in Magie getränkte Geschichte über phantastische Menschen.

Der Marsianer

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Selbstironie und Leichtigkeit sind im Leben immens wichtig. Selbst wenn man einmal komplett auf sich gestellt sein sollte liegt hier vielleicht der Schlüssel darin nicht durchzudrehen; die eigene Situation zwar nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sich aber dennoch nicht unterkriegen zu lassen.
Matt Damon zeigt sich hier in einer außergewöhnlichen Rolle. Auf dem roten Planeten alleingelassen kämpft er nicht nur um sein physisches Wohl. Doch Humor und Kreativität bringen den Menschen irgendwie immer wieder über ihre vermeintlichen Grenzen und schaffen hier einen außergewöhnlich unterhaltsamen Film.

Die Ritter der Kokosnuss

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Das ‚Lachen‘ ist meiner Meinung nach eine unglaublich erfüllende und vor allem vielsagende Geste. Kaum Vergleichbares bringt der Körper hervor, was so echt und authentisch ist. Umso schöner, wenn es erklingt – und das wird es bei diesem Streifen!
Die englischen Könige der Komödie präsentieren hier ein Werk, das über die Jahre nicht nur eine große Fangemeinde gefunden hat, sondern sich auch in Kunst und Alltag immer wieder spiegelt. Dieser Film beweist, dass es Filmeschaffenden auch ohne großes Budget gelingen kann, ein Meisterwerk zu schaffen, der die Jahrzehnte überdauert.
Wenn sie vermeintlich schon besiegt scheinen, kämpfen sie weiter.

Per Anhalter durch die Galaxis

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Kaum ein Film ist so oft zitiert, in Anspielungen genutzt. Man muss den Film nicht einmal gesehen haben, um jene zu verstehen.
Per Anhalter reist unser Held im Bademantel in einem Raumschiff mit gähnenden Türen durch die Weiten des Alls von Planeten zu Planeten. Jede Szene scheint eine Pointe der vorausgegangenen darzustellen und wirkliche Ernsthaftigkeit ist vordergründig nicht zu finden. Erst in der Reflexion behandelt der Film die ultimative Frage.
Aber was ist die Antwort auf die Frage des Lebens, des Universums und allem? Und was wird denn überhaupt erst erfragt?

Nocturnal Animals

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Wo gehören wir hin, wo finden wir uns zurecht, wo wohl?
Dieses kunstvolle Meisterwerk gibt uns einen Einblick in Susan und ihren Platz in der Welt. Wo immer sie auch ist, scheint es nicht ganz zu passen und irgendwie bleibt das Gefühl hässlich und unwürdig zu sein;
Sich im eigenen Körper und Geist richtig zu fühlen gehört wohl zu den zentralen Voraussetzungen dafür auch andere Menschen zu lieben, sich geliebt zu fühlen. Nur wenn einem bewusst ist, dass man genau so richtig ist kann man beginnen ein friedvolles Leben zu führen und eigene Entschlüsse zu verarbeiten.
Denn nichts ist schlimmer als eine bewusst getroffene Entscheidung von dem Moment an zu bereuen, nachdem es kein Zurück mehr gibt – den eigenen Tod als einzig scheinender Ausweg.

Rogue One

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Oh cool, Star Wars – wird mancher, entweder freudig oder sarkastisch, jetzt denken.
Doch bei dieser Geschichte aus dem Star-Wars-Universum geht es um mehr als Lichtschwerter und Jedis. Hier wird sich die Zeit genommen eine kleine Lücke in der „Haupthandlung“ zu füllen. Doch über einen bloßen Lückenbüßerfilm schießt dieser weit hinaus.
Unsere Protagonistin wird eher in das Meisterwerk hineingeworfen, als es selbst auszuwählen. Die drückende Macht spürt sie stets und die Taten ihres Vaters prägen ihr Schicksal. Alles unter dem Zeichen des aufbauenden Todessterns.
Es lebe die Rebellion, es lebe die Hoffnung!

Lost in Translation

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Sprache bestimmt maßgeblich unseren Alltag. Wir Menschen sind soziale Wesen und genießen den kommunikativen Kontakt in einem vertrauten Umfeld. Wie wichtig dies ist, zeigt sich besonders an neuen Orten, wenn selbst die einfachsten Handlungen zu Herkulesaufgaben werden, wie beispielsweise ein Bier zu bestellen.
Deshalb genießen wir es auch immer wieder mit Menschen unterwegs zu sein, die uns sowohl sprachlich und vielleicht auch kulturell verstehen. Der Kontakt in der Fremde gibt uns manchmal erst die Sicherheit das Neue erst entdecken zu wollen.
Lost in Translation erzählt, wie eine kleine Kurzgeschichte, von zwei Personen inmitten einer fremden Großstadt. Sich verloren zu fühlen ist kein schönes Gefühl, doch wirklich alleine ist man niemals.

Der fantastische Mr. Fox

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Absurdes ist amüsant. Dieser Film ist absurd. Also muss er unterhaltsam sein.
Dieser Logik folgend, müsste der fantastische Mr. Fox ein Streifen sein, bei dem man mit dem Schmunzeln gar nicht mehr aufhören kann. Ein kolumnenschreibendes Tier beobachtend, dass sich um seine Immobilie sorgt und kilometerlange Tunnel gräbt – hier liegt Potential!
Aber in der Darstellung der Absurdität liegt häufig die meiste Wahrheit über das eigene Sein. Mr. Fox ist ein Naturtalent und kann vieles, nein eigentlich alles, hervorragend meistern. Auch aus dem tiefsten Schlamassel rettet er sich brillant und instinktiv richtig. Allerdings bringt gerade sein Instinkt ihn immer wieder in solche Situationen.
Wir sind absurde Individuen, kaum nachzuvollziehen und dennoch können wir einander lieben, und das ist wundervoll.

Die üblichen Verdächtigen

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Die meisten Menschen haben Angst vor etwas Surrealem, einem unerklärlichen Phänomen oder einer Person, die nie wirklich in Erscheinung tritt, aber dennoch das gesamte Handeln bestimmt und die Szene besetzt. Der größte Trick, den der Teufel je vollzogen hat, war die Welt glauben zu lassen, dass es ihn nicht gäbe; unerkannt zu bleiben seine größte Waffe.
Wenn allerdings ein LKW überfallen wird, werden zunächst immer dieselben Personen verdächtigt werden – denn eine einzige schlechte Tat verfolgt Menschen länger als es hundert Gute je könnten. Der Teufelskreis scheint undurchdringbar. Manchmal ist er aber irgendwann plötzlich einfach so ... weg.

Inside Llewyn Davis

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Auch diese Woche haben wir wieder einen Film der den Träumen, vor allem den spielerischen Künsten gewidmet ist. Hier steigen wir in das Leben von Llewyn Davis ein, einem jungen Folk-Gitarristen in den 60ern New Yorks. Wie so viele strebsame Musiker spielt er in kleinen Kneipen und hofft auch auf den großen Aufstieg – schon von der eigenen Profession gut leben zu können wäre genial!
Soweit so gut. Doch die Geschichte wird von den Coen-Brüdern erzählt, was bedeutet, dass hier mehr drinsteckt als ein Aufstiegsdrama über einen genialen Künstler. Wir steigen ein in das Innenleben desselben, seine Motivation, seine Ängste und lernen sogar seine dunkelsten und schwächsten Seiten kennen. Verlieben uns vielleicht in ihn, leiden mit ihm oder würden ihm am liebsten den Rücken kehren.
Was Menschen zu Idolen macht, mag bei hellerem Licht zu Asche zerfallen…

La La Land

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Hollywood liebt Musicals.
Kräftige Farben, ausdrucksvolle Tänze und verzaubernde Musik – und wenn ein Film dann noch eine packende Geschichte erzählt, die zwischen der schnulzigen Liebeskomödien alter Zeit und frisch-intelligenter Einfälle schwebt, dann hat man etwas erschaffen das mehr ist als „nur“ ein Musical.
Unsere zwei Protagonisten träumen davon ihre Talente auf der Leinwand oder in einer Bar zu zeigen. Rückschlag um Tiefschlag um Knockout mussten sie schon einstecken und trotzdem treibt sie etwas an weiter zu machen.
Träume definieren uns, kreieren uns und sind wofür wir leben auch wenn es manchmal so scheint als wäre das Leben ein Albtraum. Doch wenn ein kleiner Traum in Erfüllung geht, dann war es die ganze Mühe wert – oder hätten wir uns doch anders entscheiden sollen?

Gran Torino

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Menschen sind komplexe Wesen und man lernt im Leben nur eine Handvoll von Ihnen kennen, bei denen man vermutet, sie einschätzen zu können. Trotzdem lauern auch hier immer wieder Überraschungen – im Innern schlummert immer ein liebenswürdiges Etwas, auch wenn man nicht genau sagen kann, was es ist…
Solche Charaktere treffen wir in Gran Torino an, manche sind unerträglich, andere liebenswürdig und wenige sind einfach nur A****loch . Derartige und andere Vorurteile kreieren wir Menschen, um uns in unserer komplizierten Welt zurechtzufinden. Kategorien helfen uns schnell Dinge zu erfassen, können uns aber auch genauso im Weg stehen und wertvolle Freundschaften verhindern – manche sogar schlichtweg unmöglich machen und blinden Hass anfachen.
Hier nun ein Film der nicht nur in die Welt der Vorurteile hineinblickt, sondern diese in ihrer facettenreichen Realität belebt.

Eternal Sunshine of the spotless mind

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Andere Menschen nehmen in unseren Leben einen großen Stellenwert ein – wir sind ständig sozial aktiv und lernen einander kennen, zu schätzen und manchmal sogar zu lieben. So sehr wir auch versuchen uns in einer kleinen Welt einzubauen, so dringt doch immer wieder ein gleißender Sonnenstrahl durch die rissigen Fugen.
Farbenfroh erforscht dieser Film das Thema, wie Menschen miteinander auskommen oder auch nicht. Er malt wie zwischenmenschliche Beziehungen entstehen (können) und wie sie auch wieder auseinander gehen (können). Er erinnert dabei sogar beinahe an den konfusen Geist eines Menschen – immer hektisch, wirr und von Weitem doch wunderschön in seiner Komplexität.
Wenn wir die Möglichkeit hätten eine Person vollkommen aus unserem Leben zu radieren und sie zu vergessen, würden wir das tun?

Cloud Atlas

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Unsere Leben gehören nicht uns. Von der Wiege bis zur Bahre sind wir miteinander verbunden, in Vergangenheit und Gegenwart.
Die Idee, dass wir uns immer wieder in verschiedenen Leben wiedersehen ist faszinierend. Wir schließen Freundschaften, verfeinden uns oder versuchen unser Gegenüber zu verstehen – doch immer wieder begehen wir die gleichen Fehler, fühlen uns allein. Schlussendlich ist dennoch alles verbunden und unser Tun mag nur ein Tropfen im Ozean sein – aber was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?
Der Film beschreibt Geschichten von Freundschaft, Liebe, Verrat, Sehnsucht, Hoffnung und Angst und füllt diese mit Leben – immer getragen von einer Melodie, die nicht mehr aus dem Kopf zu bringen ist. Wir können uns nur zurücklehnen, uns einsaugen lassen und dem Leben völlig ergeben.

True Grit

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Hier haben wir einen einfachen Film, der ohne großen Interpretationsaufwand gesehen und geliebt werden kann. Und genau in dieser Einfachheit zeigt sich eine ganz andere Seite großer Filme.
Die Cinematographie und vor allem eine träumerische Klaviermusik legen das Fundament für ein kleines Meisterwerk der Banalität; eine kleine Westerngeschichte, die dennoch Spaß für die gesamte Laufzeit bereithält und hin und wieder überrascht. Wir verfolgen zwei stereotype draufgängerische Cowboys und ein kleines Mädchen – sie würde nicht so charakterisiert werden wollen – auf einem Streifzug zur blutigen Rache.
Viel mehr ist hier nicht notwendigerweise zu erläutern und würde dem Streifen auch unrecht tun.
Für einen entspannt-gediegenen Abend kommt hier die passende Kirsche 'on top'!

Die Truman Show

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Wie viele Menschen wollen doch berühmt werden und werfen sich dafür in die aberwitzigsten Fernsehshows - von anderen wahrgenommen zu werden ist ja ein zu verfolgendes Lebensziel. Wir bestaunen sie daraufhin, machen uns über sie lustig oder bedauern sie, aber wir schauen zu!
1,7 Milliarden erlebten seine Geburt, 220 Länder waren zugeschaltet als er seinen ersten Schritt machte, und die Reise geht noch weiter. Truman liebt seine Umgebung in der er geordnet und lebensfroh durchs Leben zieht. Mit einer netten Frau und einen coolen Kumpel steht er in einem Bilderbuchvorstadtleben.
Begleitet von einem fast gottesgleichen Regisseur glotzen wir in Trumans Welt und freuen uns auf jede neue Minute seines gescripteten Lebens; auch wenn wir immer daran erinnert sind, dass er ein Produkt unseres Konsums ist.
Eine Reality-Show, die berührt wie keine andere...

Inception

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Wir können uns niemals an den Anfang eines Traumes erinnern. Wir steigen immer direkt in die Szene ein, befinden uns direkt in der Handlung. Wenn wir uns also sicher seien wollen, dass wir träumen, müssen wir uns nur daran erinnern wie wir dorthin gelangt sind.
Inception ist ein mehrschichtiges Meisterwerk, ummantelt von einem Score der nicht wegzudenken ist und uns wie ein Zug angeschossen kommt. Er öffnet uns die Augen zu einer Welt, deren irrationale Regeln unser Denken auf den Kopf stellen, unausgesprochen jedoch fast vertraut wirken.
Gedankenblitze durchzucken uns in Träumen immer wieder. Und ein Gedanke ist wie ein Virus, resistent, hochansteckend und die kleinste Saat eines Gedanken kann wachsen.

Das Leben der Anderen

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Das Leben der Anderen Die Wichtigkeit der persönlichen Privatsphäre wird besonders in letzter Zeit immer wieder betont. Obwohl dieselbe eigentlich keine ausdrücklichen Gegner findet, scheint die Diskussion immer gegen eine gewisse unsichtbare Macht geführt zu werden.
Doch anstatt die Diskussion weiter anzufachen, beleuchtet dieser Film die andere Seite. Was passiert, wenn eine Person in das Leben des Anderen eintaucht ohne bemerkt zu werden. Wenn er alles hört und sieht und sämtliche Details mitbekommt – wie verändert das einen Menschen.
Von den Verbrechen der Stasi haben schon viele Menschen gehört, weniger waren betroffen aber das wirkliche Ausmaß der totalen Überwachung vermag sich kaum jemand vorzustellen.
HGW XX/7 gewidmet in Dankbarkeit.

A Beautiful Mind

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Der Weise ist besorgt, während sich der Idiot entspannt.
Geniale Menschen fallen immer wieder mit ihren kleinen oder größeren Ticks auf. Wenn man sich ganz besonders in einem Gebiet spezialisiert und dafür lichterloh brennt, ist es häufig schwer, zumindest einbeinig in der „Realität“ zu bleiben; die Münze hat zwei Seiten.
Denn zum einen bringen genau diese Genies der Welt die Ideen und Konzepte, die die Menschheit um Jahre in die Zukunft werfen. Gleichzeitig werden diese manchmal auch von Zeitgenossen aufgrund ihrer Ideen oder ihrem Verhalten gedemütigt oder schlichtweg ignoriert.
Und doch findet sich eine unglaubliche Inspiration in einer Thematik, welches in eine Welt einsteigt, die den meisten Menschen auf immer verschlossen bleiben wird. Aber wir alle haben unsere Last zu tragen…
Der Verstand ist doch wahrlich ein wunderschönes Neuronenfeuerwerk!

Requiem für einen Traum

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Ewige Ruhe schenke ihnen, oh Herr. Das Sterbeamt möge beginnen. [CUT] Die Klänge des ewigen Lichtes begleiten uns in eine Welt, die dazu auserkoren ist, immer tiefer zu sinken und schlussendlich zu scheitern. [CUT] Nicht nur die Musik, sondern auch die unglaublich schnellen Wechsel und die vielen Schnitte, bringen den Film auf ein Tempo, welches uns an das Limit unserer Auffassungsfähigkeit bringt. [CUT] Wir begleiten eine verzweifelte Witwe und ihren Sohn durch die Jahreszeiten. [CUT] Noch nie waren Drogen so herzzerreißend grausam. [CUT] Wenn nicht einmal der Sommer Wärme bringt… [CUT] Was ist Kunst, wenn nicht das?

Inglourious Basterds

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Tarantino ist für seine Art Filme zu schaffen bekannt – mag das ungeübte Auge darin auch nur die Fantasien eines tollwütigen Metzgers sehen. Lass uns nun Krieg spielen! Denn egal in welchem Alter oder in welcher Lebensphase man sich befindet, so kann man sich doch erst im Krieg richtig behaupten und zeigen, aus welchem Eisen man geschmiedet ist. Hier herrscht das Recht des Grausameren. Der Film selbst wagt es eine neue und völlig unbekannte Fassette eines dunklen Kapitels zu beleuchten. Zwischen dem blutgetränkten Schlachten des zweiten Weltkrieges und der menschenverachtenden Gräueltaten der Nazis finden wir Figuren wieder, die zwischen dem Kind in sich und ihres Erwachsenen selbst stehen. Mit einem Fingerzeig lässt dir dieses Meisterwerk das Herz in die Hose rutschen; bei einem Glas kühler Milch dein schlagendes Herz aussetzen. Nun denn, auf in den Kampf!

Sieben

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Was ist die Welt doch für ein fürchterlicher Ort voller Hochmut, Neid, Zorn, Trägheit, Habgier, Völlerei und Wollust; so viel Schreckliches geschieht hier Tag für Tag, Stunde um Stunde.
Sieben steigt mit uns in die Hölle Dantes, fliegt mit uns zur die Walpurgisnacht und lässt uns kaum Zeit zum Luftholen. Wir lernen eine Stadt kennen, in der es keinen schwarzen Ritter und keine Musketiere gibt und in der ein Mord an einer „kleinen Person“ noch keine besondere Aufmerksamkeit erregt – Willkommen in 'jeder x-beliebigen Stadt'.
Ein Film, der jeden Tatort in den Schatten stellt, zieht langsam und mit dunklen Tönen unter unsere Fingernägel und bleibt als schwarzer Rand der Angst dort.
Hier den Glauben an das Gute in die Welt zu verlieren ist nicht schwer; aber wenn die Leute einem zuhören sollen, reicht es nicht, ihnen einfach auf die Schulter zu tippen. Man muss ihnen mit einem Vorschlaghammer begegnen.

Der seltsame Fall des Benjamin Button

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Manche Menschen wurden geboren, um am Fluss zu sitzen. Manche werden vom Blitz getroffen. Manche haben ein Ohr für die Musik. Manche sind Künstler. Manche schwimmen. Manche kennen sich mit Knöpfen aus. Manche mit Shakespeare. Manche sind Mütter;
und manche Menschen tanzen.
Dieses Zitat fasst beinahe alles zusammen, was es über das Leben Benjamin Buttons zu sagen gibt. Menschen sind so grundverschieden und manchmal braucht es jemand Außergewöhnliches, sodass man genau diese Menschen zu schätzen und zu lieben lernt und nicht erst im Alter realisiert, wie wertvoll viele Begegnungen doch waren; am besten sollte man doch alt geboren sein und immer jünger werden!
Liebe, Frust, Hass, Unverständnis und Vergebung sind nur kleine Blümchen auf der Wiese des Lebens und genau wie Bücher es schaffen derartige Dinge zu erforschen, so schreiben auch Filme ihren Artikel in die Lexika der Menschheit.
Ist das Leben nicht erst in seiner Seltsamkeit wirklich lebenswert?

Shutter Island

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Es gibt Filme, die begeistern direkt beim ersten Anschauen.
Dann gibt es Filme, die erst nach mehrmaligem Genuss ihre wahre Wirkung zeigen.
Und es gibt Shutter Island.
Unser Protagonist findet sich auf einer düsteren Insel wieder, die eigentlich an Alcatraz erinnert, was dagegen allerdings eher einem tollen all-inclusive Urlaub ähnelt.
Verschiedenste Gestalten treffen wir hier an und alle haben sie ihre ganz eigenen obskuren Macken, die bisweilen fast liebenswürdig wirken würden, wenn da nicht dieses Bauchgefühl wäre.
Der Film erforscht auf eine ganz eigene Weise die Tiefen des eigenen Seins und schöpft filmisch aus allen Ozeanen; besonders die dunkel-traurige Geigenmusik wird hier im Geiste bleiben.
Also auf, wage es und erlebe diesen Film zum ersten Mal – manch einer würde für diese erneute Möglichkeit morden.

The Prestige

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Warum wenden sich manche Menschen der wundervollen Kunst der Magie zu? Was bringt sie dazu, Tag für Tag, Tricks zu üben und die Täuschung perfekt zu machen? Warum geben sich Menschen für eine solche Sache völlig hin?
Das Geheimnis beeindruckt niemanden. Der Trick für den du es benutzt, der ist alles.
Wir sehen zu Beginn zwei Magier in ihren frühen Jahren – jung und unerfahren; aber mit den Jahren wachsen sie und verfeinern ihr Handwerk; Freundschaften werden gebrochen, Rivalitäten erschaffen und eine Besessenheit für die Magie wird geschürt.
Gebrochene Herzen weinen verzweifelte Sätze, funkelnde Augen schüchtern selbst die Großen ein und über allem steht ein obskurer Ton der Vorahnung;
Ein geniales Meisterwerk, bei dem jedes noch so kleine Detail zu beachten ist…
Schaust Du auch genau zu?

Children of Men

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Die letzten Töne des Abspanns sind Kindergeschrei…
London im Jahre 2027; die seit nunmehr 18 Jahren sind alle Frauen der Welt unfruchtbar; ein faschistisches Regime beherrscht die in Chaos und Terror versunkene Insel.
Dieser Film ist mehr als nur so ein „Film den man gesehen haben muss“, hier reden wir über Kunst. Filmtechnisch gibt es hier nicht mal im Ansatz etwas zu meckern; Kamera, Bild, Schnitt, Sound und Musik ergänzen sich hervorragend und sind nicht nur im Hintergrund – sie beschreiben und interpretieren die Handlung und die Aktionen der Schauspieler. Unser Protagonist steht zwischen seiner aktivistischen Vergangenheit, die ihn langsam wieder einholt und in ein Abenteuer entführt, welches die Zuschauer „einsaugt“ und nicht wieder loslässt.
Die Hoffnung in eine gute und menschliche Welt ist noch nicht verloren…